Bis zum 11. Mai gibt es wieder die Chance für das Präsidium von Wikimedia Deutschland zu kandidieren! Denn am 6. Juni wählt die Mitgliederversammlung ein neues ehrenamtliches Aufsichtsgremium. Für zwei aktuelle Mitglieder, die beide als stellvertretende Vorsitzende amtierten, endet damit ein wichtiges Kapitel: Valerie Mocker hat sich nach sechs Jahren und Nora Circosta nach vier Jahren dazu entschieden, sich nicht erneut für das ehrenamtliche Gremium aufstellen zu lassen. Hier berichten sie, wie die Arbeit im Präsidium aussieht und warum es sich lohnt, sich zu bewerben.
Auf der Suche nach verlässlichen Informationen war die Wikipedia auch im März für viele die zentrale Anlaufstelle. Rund 700 Millionen Mal wurde die deutschsprachige Ausgabe im vergangenen Monat aufgerufen – besonders häufig zu aktuellen Themen. Hier kommen die Top 10 der meistgelesenen Artikel im März.
Wikidata ist mit heute mehr als 120 Millionen strukturierten Datensätzen die größte freie Wissensdatenbank der Welt. Sie bildet das Fundament für unzählige digitale Anwendungen – von Wikipedia bis hin zu KI-Systemen – und wurde im vergangenen Jahr als Digital Public Good anerkannt. Dieser Jahresrückblick zeigt, wie sich Wikidata 2025 weiterentwickelt hat und wie freie Open-Source-Projekte dazu beitragen, dass das Wissen der Welt als gemeinsames Gut allen Menschen gleichermaßen zugutekommt.
Wikipedia, Wikidata und andere Wikimedia-Plattformen verzeichnen seit einiger Zeit einen massiven Anstieg automatisierter Zugriffe – vor allem durch Bots und Crawler, die im Kontext generativer KI eingesetzt werden. Anders als menschliche Nutzung belastet diese Art von Traffic die Server der Projekte erheblich. Die Wikimedia-Bewegung hat früh erkannt, dass es für große kommerzielle Nutzer eigene Zugangswege braucht – einerseits, um deren spezifischen Anforderungen gerecht zu werden, und andererseits, um die Infrastruktur Freien Wissens zu schützen. Daraus entstand 2021 Wikimedia Enterprise. Ab sofort ist auch Wikidata Teil des Angebots. Warum das die Systeme weiter entlastet und Freies Wissen langfristig stärkt, erklärt dieser Artikel.
Was passiert, wenn wir dem, was wir sehen und hören, nicht mehr trauen können? KI-generierte Bilder, Videos und Audios werden immer realistischer – und stellen unser Vertrauen in digitale Inhalte zunehmend auf die Probe. Dieses Interview geht der Frage nach, wie sich unser Umgang mit Informationen dadurch verändert und warum es für uns alle zur wichtigen Schlüsselkompetenz wird, Inhalte im Netz kritisch zu prüfen und einzuordnen.
Die Wikipedia liefert Millionen Menschen täglich Antworten auf ihre Fragen. Doch was viele nicht wissen: Das Online-Lexikon bietet sogar eine eigene Telefonberatung an – vor allem für alle, die mitschreiben und Unterstützung bei der Artikelbearbeitung brauchen. Einer der Ehrenamtlichen, der regelmäßig am Telefon sitzt, ist der Benutzer Conny. Im Interview erzählt er von den Anfängen der Sprechstunde und überraschenden Momenten am Telefon.
Der schwarz-rote Berliner Senat hat das Informationsfreiheitsgesetz beschnitten. Dadurch werden weniger Informationen über das Handeln der Berliner Verwaltung und Politik zugänglich – angeblich aus Sicherheitsgründen. Wir erklären, warum die Änderungen ein Problem sind und was wir versucht haben, um sie zu verhindern.
Die deutschsprachige Wikipedia-Community hat entschieden: Wikipedia-Artikel dürfen nicht mit generativer KI erstellt werden. Doch was bedeutet das jetzt für die Wikipedianer*innen? Wie kann sich der Mehraufwand, KI-generierte Texte abzuwehren, in Grenzen halten? Und welche KI-Tools könnten dennoch hilfreich und zulässig für die ehrenamtliche Arbeit in der Wikipedia sein? Darüber diskutierten rund 40 Ehrenamtliche am ersten Märzwochenende in Berlin.
Wissen von Menschen für Menschen – dafür steht Wikipedia seit 25 Jahren. Selten war dieses Prinzip so relevant wie im Jahr 2025. Während Künstliche Intelligenz den Zugang zu Wissen grundlegend verändert, oft aber nicht sicher zwischen Fakten und Fakes unterscheidet, bleibt Wikipedia der Ort für verlässliches Wissen im Netz. Möglich machen das viele tausend Menschen. Sie tragen Informationen aus gesicherten Quellen zusammen, prüfen sie und machen sie frei zugänglich. Die Unterstützung dieser Ehrenamtlichen stand auch im vergangenen Jahr im Zentrum unserer Arbeit – denn nur eine starke und vielfältige Community sichert die Zukunft von Wikipedia & Co.
Heutzutage werden wir von Nachrichten, Trends und Informationen auf allen möglichen Kanälen regelrecht überflutet. Das wird schnell mal unübersichtlich. Aber zum Glück gibt’s Wikipedia: Das Online-Lexikon hilft Millionen von Menschen täglich dabei, sich über Hintergründe zu unterschiedlichsten Themen zu informieren. Denn sie wissen: Hier kann ich mir Zeit nehmen und ohne Ablenkung einen Überblick verschaffen – dank gut recherchierter und geprüfter Informationen.
Auf Wikipedia ist Verlass – immer zur Hand, wenn man etwas wissen will. Doch veränderte Nutzungsgewohnheiten und insbesondere generative KI transformieren das Internet – und damit die Rahmenbedingungen für den Enzyklopädie-Riesen. Die Wikipedia Community lässt sich davon jedoch nicht einschüchtern: Auf dem ersten Futures Lab – einer internationalen Wikimedia-Konferenz, die Ende Januar in Frankfurt am Main stattfand – wurden die aktuellen Entwicklungen intensiv diskutiert und konkrete Ideen erarbeitet, damit Freies Wissen auch in Zukunft stark und zugänglich bleibt.
Zoom, Microsoft Teams oder Google Meet sind für viele der Standard, wenn es um Online-Meetings geht. Bequem, und seit der Corona-Pandemie stärker verbreitet denn je – proprietär und dabei ausgesprochen datenhungrig. Doch es gibt einen Ausweg. Wir zeigen im Interview mit Julian Hahn, welche freien, datenschutzfreundlichen Alternativen es für Video- und Audio-Calls gibt.
Berlin ist im Filmfieber: Es ist Berlinale! Bereits zum siebten Mal organisierten Berliner Wikipedianerinnen aus diesem Anlass einen Edit-a-thon, der am vergangenen Wochenende in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland stattfand. Ihr Ziel: Filmfrauen und Filme von, über und mit Frauen in der Wikipedia sichtbarer machen! Denn tatsächlich ist das Wissen zu Frauen im Film noch immer unterrepräsentiert – in der öffentlichen Wahrnehmung und auch in der Wikipedia.
Wer viel auf Social Media unterwegs ist, kennt es: Schnell wird der eigene Feed gefüllt mit negativen Schlagzeilen und dramatischen Nachrichten aus aller Welt. Für alle, die darauf keine Lust mehr haben, kommt hier eine tolle Alternative: Xikipedia. Diese Anwendung funktioniert wie ein Social Media-Feed, wird aber ausschließlich mit Inhalten aus der Wikipedia gefüllt. Im Gegensatz zu großen kommerziellen Plattformen arbeitet Wikipedia auch komplett ohne KI und sammelt keine Nutzerdaten.
Dass KI-Unternehmen die freien Wikipedia-Inhalte als Trainingsdaten nutzen, ist bekannt. Neu ist, dass Technologiekonzerne wie Meta, Perplexity AI oder Amazon mit Wikimedia Enterprise arbeiten. Aber wie funktioniert das genau? Warum gibt es Enterprise, wenn Wikipedia-Inhalte frei nutzbar sind?
Generative KI kann Texte schnell und in großer Menge erzeugen. Doch die Ergebnisse basieren auf Plausibilität und nicht auf von Menschen geprüften und mit Quellen belegten Fakten – zwei zentrale Prinzipien, die die Wikipedia ausmachen. Die Community diskutiert bereits seit Langem über den Umgang mit KI in der Wikipedia. Jetzt hat die deutschsprachige Wikipedia in einer richtungsweisenden Abstimmung beschlossen, den Einsatz von generativen KI-Tools stark einzuschränken.