Wer eine Reise plant, greift meist ganz selbstverständlich zu Google Maps, Google Trips oder anderen Apps aus dem Silicon Valley. Praktisch sind sie – sie kennen unsere Lieblingsorte, schlagen Hotels vor, erinnern an Flüge. Doch all das hat einen Preis: Unsere persönlichen Daten. Doch gibt es Wege aus der Abhängigkeit? Wir sagen ja.
Das Internet versprach in seinen Anfängen Freiheit – bekommen haben wir Abhängigkeit. Wenige Konzerne entscheiden heute, was wir sehen, lesen und glauben. Algorithmen lenken Debatten, Daten werden zur Währung, während Demokratie verdrängt wird. Doch es regt sich Widerstand: Eine neue Initiative von Save Social ruft zum digitalen Aufbruch auf. Der Digital Independence Day (DI.DAY) will zeigen, dass ein anderes Netz möglich ist und wie wir dort hinkommen. Auch Wikimedia Deutschland ist mit dabei.
Über 142 Millionen Seitenaufrufe allein für die 100 meistgelesenen Artikel der deutschsprachigen Wikipedia zeigen: Das Bedürfnis nach verlässlichem und frei zugänglichem Wissen ist auch in Zeiten von Chatbots & und KI-Assistenten riesig. Die Liste der Top 100 verrät, wofür sich Menschen im deutschsprachigen Raum im vergangenen Jahr am meisten interessiert haben.
Alle Jahre wieder treffen sich beim Chaos Communication Congress Menschen aus der digitalen Zivilgesellschaft, Hacker*innen, Digital-Rights-Gruppen und alle,die unsere digitale Zukunft gemeinsam gestalten wollen. Auch Wikimedia Deutschland ist daher regelmäßig dabei. Dieses Jahr haben wir gemeinsam den “Digital Independence Day” ausgerufen - denn es ist Zeit, unabhängig von Tech-Konzernen zu werden. Für alle, die nicht dabei sein konnten, bringen wir außerdem Highlights aus dem Programm zum nachschauen mit.
Immer an Neujahr begeht die Wissens-Community den Tag der Gemeinfreiheit (Public Domain Day). Denn am Ende jedes Jahres laufen die Urheberrechte der Werke von siebzig Jahre zuvor verstorbenen Personen ab. Mit Thomas Mann und Albert Einstein stehen dieses Mal gleich zwei herausragende deutsche Nobelpreisträger im Mittelpunkt.
Jedes Jahr zeigen die „Wiki Loves“-Wettbewerbe, wie vielfältig und faszinierend unsere Welt ist. Ob Denkmäler, Landschaften oder kulturelle Traditionen – Menschen aus aller Welt halten mit ihren Fotos unter freier Lizenz diese Vielfalt fest und bewahren so unser kulturelles Erbe für kommende Generationen. Dieser Blogartikel gibt einen Überblick über die aktuellen Wettbewerbe und zeigt, wie die Bilder in Wikipedia und ihren Schwesterprojekten weiterleben – als Beitrag zu nachhaltigem, offenem Wissen weltweit.
Ob festlicher Braten, süßes Gebäck oder ganz besondere Traditionen: Rund um den Globus kommen an Weihnachten die unterschiedlichsten Speisen auf den Tisch. Viele dieser kulinarischen Bräuche und typischen Weihnachtsgerichte sind in der Wikipedia dokumentiert.
Das Wissen der Welt soll allen Menschen kostenfrei zur Verfügung stehen – das ist die Grundidee der Wikimedia-Projekte. Doch der intensive Zugriff von KI-Unternehmen auf Wikipedia-Inhalte für Trainingszwecke verursacht zunehmend hohe Kosten. Um die Zukunft des Freien Wissens zu sichern, braucht es deshalb faire Nutzungsmodelle.
Wer Fotos auf Wikimedia Commons hochlädt, stärkt frei zugängliches Wissen auf eine ganz wichtige Weise. Die Bilder im größten freien Medienarchiv der Welt stehen uns allen frei zur Verfügung und können insbesondere in der Wikipedia genutzt werden. Wie vielfältig dieses ehrenamtliche Engagement ist, zeigen jedes Jahr die internationalen „Wiki Loves“-Fotowettbewerbe, bei denen hunderttausende neue Fotos hinzukommen. Auf der diesjährigen „Wiki Loves“-Preisverleihung in Berlin gab es wieder viel Anerkennung für die Teilnehmenden.
Die diesjährige Wikipedia-Spendenkampagne ist erfolgreich zu Ende gegangen. Nach nur 50 Tagen konnte das Spendenziel von acht Millionen Euro erreicht werden. Mehr als 250.000 Menschen haben sich beteiligt und einmal mehr deutlich gemacht, warum ihnen die Wikipedia in Zeiten von Desinformation, Künstlicher Intelligenz und wachsendem politischen Druck wichtiger denn je ist.
Wikipedia steht für freies, geprüftes Wissen – aber wie funktioniert das eigentlich? Hier im Blog zeigen wir, wie Wikipedia Maßstäbe für verlässliches Wissen setzt – und warum diese Prinzipien auch über die Online-Enzyklopädie hinaus Bedeutung haben. In dieser Folge geht es um ein hohes Gut im digitalen Zeitalter: Transparenz.
Immer wieder verklagen Unternehmen oder einflussreiche Personen Medienschaffende, Aktivist*innen, Forschende oder NGOs. Ihr Ziel: Menschen, die Informationen aufdecken oder Geschäftspraktiken kritisieren, einschüchtern oder mundtot machen. Auch Wikipedia ist von diesen sogenannten SLAPP-Klagen betroffen. Am Beispiel eines deutschen Falles zeigen wir, wie Klagende vorgehen und wie sich die Rechtslage in Deutschland ändern muss, um Einschüchterungsklagen besser vorzubeugen und Betroffene zu entschädigen.
Für alle, die Lust auf ein unerwartetes Hörerlebnis haben, empfehlen wir: Wiki Radio! Hier überrascht das Programm jedes Mal – und macht nebenbei auch noch schlauer. Auf der Webseite laufen zufällig ausgewählte Audiodateien aus dem riesigen Fundus des freien Medienarchivs Wikimedia Commons. Vom Beethoven-Konzert über Lyrik bis zu Vogelgezwitscher – zu jedem Track gibt’s spannende Hintergrundinfos direkt dazu.
Durch den Social Media Feed zu scrollen ist für viele so selbstverständlich geworden wie die erste Tasse Kaffee am Morgen. Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube geben oft den Takt unseres digitalen Alltags vor. Doch hinter Likes und kurzen Clips steckt eine andere Wahrheit: Diese Plattformen leben davon, unsere Daten zu sammeln und daraus Geld zu machen. Aber es gibt Alternativen für alle, die auch in den sozialen Medien selbstbestimmt unterwegs sein wollen.
Wer Wikipedia liest, klickt selten auf den unscheinbaren Reiter „Diskussion“ oberhalb des Artikels. Dabei passiert dort die eigentliche Magie. An dieser Stelle wird sichtbar, wie die Autor*innen über Artikelinhalte, Quellen und Relevanzen diskutieren – transparent, öffentlich und mit viel Leidenschaft. Genau diese Reibung macht Wikipedia so robust. Und sie zeigt, warum die Plattform dank ihrer Offenheit zu den verlässlichsten Wissensquellen der Welt gehört.
Seit 25 Jahren steht Wikipedia für verlässliches Wissen – dank der akribischen Quellenarbeit tausender Ehrenamtlicher. Seit dem Aufkommen generativer KI-Programme wie ChatGPT tauchen immer wieder KI-generierte Texte in der Wikipedia auf, oft mit erfundenen Fakten oder frei ausgedachten Quellen. Ein klarer Verstoß gegen die Grundprinzipien der Online-Enzyklopädie. Entsprechend wachsam prüft die Community neue Beiträge und führt eine intensive Debatte darüber, welche Rolle KI in Zukunft in der freien Wissenssammlung spielen darf – und welche nicht.