Nicola ist seit 2008 als Autorin in der Wikipedia aktiv. Ihr Themenspektrum reicht von Weltmeisterschaften im Bahnradsport über Alltagsgegenstände bis hin zu vergessenen Verbrechen der NS-Zeit. Was als schlafloses Nachtprojekt in einer Lebenskrise begann, wurde zu einem dauerhaften Engagement für Freies Wissen. Im Interview erzählt sie, wie der lokale Wikipedia-Raum Lokal K in Köln zur zweiten Heimat wurde – und wieso Erinnerungsarbeit in der Wikipedia für sie keine Option, sondern eine Verpflichtung ist.
Große Plattformen versprechen Reichweite, Streams und vielleicht sogar den Durchbruch. Doch der Preis ist hoch: Abhängigkeit von Algorithmen, intransparente Vergütungen und wenig Kontrolle über die eigene Musik. Freie Musikplattformen verfolgen einen anderen Ansatz. Sie setzen auf Offenheit, Community und mehr Selbstbestimmung für Musiker*innen. Doch welchen Mehrwert bringen diese Plattformen wirklich?
Jüngste Leaks legen offen: In Russland arbeitet eine Trollfabrik an einem Klon der deutschsprachigen Wikipedia. Das Ziel: Prorussische Inhalte sollen so platziert werden, dass KI-Chatbots bei ihrer Suche nach Informationen auf Deutsch darauf zugreifen und die manipulierten Inhalte weiterverbreiten. Der Fall zeigt einmal mehr, welche Vorsicht bei KI-generierten Antworten geboten ist. Wer online nach Wissen sucht, sollte immer auch die Quellen prüfen.
Im Mai sorgten die Songs des Eurovision Song Contest für viele Ohrwürmer. Wer sich in den Kosmos des ESCs vertiefen wollte, konnte ausführlich dazu auf Wikipedia schmökern. Daneben gab es noch andere Themen, die im letzten Monat viel in der Wikipedia recherchiert wurden. Denn Wikipedia wird immer dann aufgerufen, wenn ein Thema plötzlich alle interessiert – sei es ein Extremsportler, ein Wal oder ein Weltstar.
In Berlin fand am Wochenende die 31. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Bei der Wahl des neuen Präsidiums wurde Alice Wiegand als Vorsitzende bestätigt. Ein weiteres zentrales Thema war die Auseinandersetzung mit großen technologisch-gesellschaftlichen Herausforderungen wie KI und ihrem Einfluss auf Wikipedia. Um Freies Wissen in Zukunft noch gezielter zu stärken, wurden die strategischen Prioritäten des Vereins angepasst.
Die „Wiki Loves“-Fotowettbewerbe zeigen jedes Jahr die Vielfalt unserer Welt. Von historischen Bauwerken über beeindruckende Naturlandschaften bis hin zu lebendigen Traditionen wird vieles abgebildet. Freiwillige aus aller Welt dokumentieren mit ihren Bildern unser gemeinsames kulturelles Erbe und stellen ihre Aufnahmen unter freien Lizenzen zur Verfügung. Es entstehen frei zugängliche Bildarchive, die Wissen bewahren, weltweit nutzbar machen und langfristig für kommende Generationen sichern. Damit leisten die Wiki Loves-Wettbewerbe einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Denkmalschutz.
Rechtsruck, generative KI, Plattformmacht und die Frage, wem eigentlich das Internet gehört – die diesjährige re:publica in Berlin war politisch, aufgeladen und stellenweise ziemlich unbequem. Genau deshalb war klar: Wikipedia muss hier dabei sein.
Social Media, Messenger, Online-Marktplätze – digitale Dienste gehören für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Aber wissen sie, welche Rechte sie dabei haben oder welche Risiken es gibt? Reflektieren sie, was mit ihren Daten geschieht? Das Kartenset „Grundrechte im Digitalen“ von Wikimedia Deutschland macht genau diese Fragen zum Unterrichtsthema. Caroline Boos, die das Spiel mit entwickelt hat, erzählt, wie das funktioniert.
Der freie Zugang zu verlässlichen Informationen, wie ihn die Wikipedia seit 25 Jahren garantiert, gerät zunehmend durch politische Eingriffe ebenso wie durch wirtschaftliche Interessen großer Tech-Konzerne unter Druck. Umso wichtiger ist es, der Wikipedia und anderen freien Wissensprojekten auf politischer Ebene den Rücken zu stärken. 2025 haben wir uns insbesondere für offene digitale Infrastrukturen, gegen den Abbau der Informationsfreiheit und für eine zukunftsfähige Bildungspolitik engagiert.
286 Wikipedia-Artikel in nur 100 Tagen! Diese immense Leistung hat Wikipedianerin Itti zu den „100 Women Days“ 2025 beigetragen und damit die Lebensgeschichten niederländischer Künstlerinnen, Widerstandskämpferinnen, Nonnen und vieler weiterer Frauen sichtbar gemacht. Ein Blick hinter die Kulissen der „100 Women Days“ und in die Motivation einer Autorin, die Geschichte Stück für Stück weiter erschließt.
Wie können wir sicherstellen, dass Wissen auch im Zeitalter generativer KI offen, transparent und nachhaltig bleibt? Das Projekt AI-BRIDGES bringt Institutionen, offene Wissensinfrastrukturen und KI-Entwickler*innen zusammen, um genau darauf Antworten zu finden. Mit Wikidata und dem Wikibase-Ökosystem als zentrale Bausteine entstehen neue Wege, Daten zugänglich zu machen und sinnvoll zu vernetzen. Jetzt ist der Moment, Teil davon zu werden.
Jedes Jahr zeigen die „Wiki Loves“-Wettbewerbe, wie vielfältig und faszinierend unsere Welt ist. Ob Denkmäler, Landschaften oder kulturelle Traditionen – Menschen aus aller Welt halten mit ihren Fotos unter freier Lizenz diese Vielfalt fest und bewahren so unser kulturelles Erbe für kommende Generationen. Dieser Blogartikel gibt einen Überblick über die aktuellen Wettbewerbe und zeigt, wie die Bilder in Wikipedia und ihren Schwesterprojekten weiterleben – als Beitrag zu nachhaltigem, offenem Wissen weltweit.
Bis zum 11. Mai gibt es wieder die Chance für das Präsidium von Wikimedia Deutschland zu kandidieren! Denn am 6. Juni wählt die Mitgliederversammlung ein neues ehrenamtliches Aufsichtsgremium. Für zwei aktuelle Mitglieder, die beide als stellvertretende Vorsitzende amtierten, endet damit ein wichtiges Kapitel: Valerie Mocker hat sich nach sechs Jahren und Nora Circosta nach vier Jahren dazu entschieden, sich nicht erneut für das ehrenamtliche Gremium aufstellen zu lassen. Hier berichten sie, wie die Arbeit im Präsidium aussieht und warum es sich lohnt, sich zu bewerben.
Auf der Suche nach verlässlichen Informationen war die Wikipedia auch im März für viele die zentrale Anlaufstelle. Rund 700 Millionen Mal wurde die deutschsprachige Ausgabe im vergangenen Monat aufgerufen – besonders häufig zu aktuellen Themen. Hier kommen die Top 10 der meistgelesenen Artikel im März.
Mit mehr als 120 Millionen strukturierten Datensätzen ist Wikidata die größte freie Wissensdatenbank der Welt. Sie bildet die Grundlage für zahlreiche digitale Anwendungen – von Wikipedia bis hin zu KI-Systemen – und wurde im vergangenen Jahr als „Digital Public Good“ anerkannt. Der Rückblick auf das Jahr 2025 zeigt, wie sich Wikidata weiterentwickelt hat und welchen Beitrag freie Open-Source-Projekte leisten, um Wissen weltweit offen und für alle zugänglich zu machen.
Wikipedia, Wikidata und andere Wikimedia-Plattformen verzeichnen seit einiger Zeit einen massiven Anstieg automatisierter Zugriffe – vor allem durch Bots und Crawler, die im Kontext generativer KI eingesetzt werden. Anders als menschliche Nutzung belastet diese Art von Traffic die Server der Projekte erheblich. Die Wikimedia-Bewegung hat früh erkannt, dass es für große kommerzielle Nutzer eigene Zugangswege braucht – einerseits, um deren spezifischen Anforderungen gerecht zu werden, und andererseits, um die Infrastruktur Freien Wissens zu schützen. Daraus entstand 2021 Wikimedia Enterprise. Ab sofort ist auch Wikidata Teil des Angebots. Warum das die Systeme weiter entlastet und Freies Wissen langfristig stärkt, erklärt dieser Artikel.